Silvester – Das Fest, an dem die Couchen die Clubs erobern

Silvester – ein Tag der wahrscheinlich nicht nur mir egal ist. Aber: Wir werden alle irgendwas tun! Heißt? Raclette machen oder Alkohol trinken oder mit den Kindern auf Betten hüpfen oder tanzen gehen oder Raketen steigen lassen oder jemand Fremdes küssen. Die Vielzahl an Möglichkeiten der Feierei zu Silvester ist unerschöpflich. Warum das Ganze? Warum nicht einfach im Bett bleiben, Gremlins 1 und 2 schauen und durch ein selbst erwähltes „Fresskoma“ in einen tiefen Schlaf fallen und das vor 24 Uhr? Warum fühlt man sich gezwungen, wach zu bleiben. Dabei weiß ich jetzt schon, dass ich um drei Uhr morgens im Bett liege. Der Umgang mit Alkohol, Böllern und in der Kälte stehen, führt stets zu einem frühzeitigen Ausscheiden meinerseits.

Ein historischer Seitenblick

Aber schauen wir doch kurz auf das historische Silvester. Wir feiern das Ende des Jahres und das laut, besoffen und bloß nicht allein. Bereits die Römer sollen 153 v. Chr. die Jahreswende gefeiert haben. Damals noch am 1. März, aber wie sagt man so schön:

Feste soll man feiern, wie sie fallen.

Der Name Silvester selbst entstand erst 1582 (damals wurde das Jahresende vom 24. auf den 31. Dezember verlegt), als man sich auf den Todestag des Papstes Silvesters besann († 31. Dezember 335) und nun heißt es: Notte di San Silvestro, Réveillon de la Saint-Sylvestre, Sylwester oder Silvestrovské oslavy.

Gemeinsam wollen wir die bösen Geister vertreiben. Blöd nur, dass sich die bösen Geister in 2016 materialisiert haben und in menschlicher Gestalt ihr Unwesen treiben. Ähnlich wie bei den Gremlins wurden sie nach Mitternacht gefüttert oder mit Wasser bespritzt. Heißt für den Rest der Welt: die Jalousie nach oben zu ziehen und die Sonne rein zu lassen. Doch bevor es daran geht, sich ins neue Jahr zu stürzen und die trumpschen Dinge zu erwarten, wie sie kommen werden, gehen wir tanzen. Und mit wir, meine ich wirklich. WIR ALLE. Die Clubs werden überfüllt sein. Man wird Menschen sehen, die sonst nur zwischen Couch und Fernbedienung hin und her laufen. Aus einer soliden 40-jährigen wird eine quirlige 16-Jährige, aus einer gestanden Frau wird ein Mädchen, die an dem Typen an der Ecke hängen bleibt. Schlimm? Nein. Ich sehe es wie die alten Römer: Man sollte die Feste feiern, wie sie fallen.

Vorsätze zu Silvester

Aber, was wäre Silvester ohne Vorsätze. 20 Kilo weniger, nicht mehr so oft online sein, gesünder leben, bla bla bla. Wie viel halten wir davon ein? Eine vage Vermutung meinerseits: Nichts. Also, eine Empfehlung von mir, die vielleicht auch eure Umwelt positiv beeinflusst:

  1. Mindestens 5 Mal an Tag lachen und das auch über die plattesten Witze der Welt
  2. Nicht im Takt tanzen
  3. Eigene Meinung bilden
  4. Lieb sein

Einen guten Rutsch ins Jahr 2017 für Euch, hab gehört, dass es gut werden soll.

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